Der grundsätzlich positive Trend auf dem norddeutschen Arbeitsmarkt hält auch im August trotz saisonaler Schwankungen an, gleichzeitig bleibt es bei einem bemerkenswerten Sockel von Langzeitarbeitslosen, die trotz der hohen Arbeitskräftenachfrage offenbar nur sehr schwer vermittelbar sind.

Viel Geld für die Hochschulen, wenig Fremdsprachenunterricht in den Schulen.

Stress mit dem Numerus Clausus bei der Studienzulassung muss nicht sein: Bildungsexperten aus der Industrie empfehlen jungen Leuten immer häufiger, ihr Berufsleben mit einer Ausbildung zu starten.

Die Landesregierungen von Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen haben heute im Bundesrat der Gesetzesvorlage der Bundesregierung zur Einführung der Brückenteilzeit zugestimmt.

„Die ungebrochene Nachfrage nach Arbeitskräften lässt die Erwerbslosenzahlen weiter sinken – das ist die gute Nachricht vom Arbeitsmarkt. Die schlechte lautet: Trotz Fachkräftekrise unternimmt die Bundesregierung nichts, um dem heiß laufenden Arbeitsmarkt etwas Abkühlung zu verschaffen.“

„Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bleibt weiter positiv. Der aktuelle Fachkräftemangel droht aber zu einer echten Krise zu werden, und die Digitalisierung verschärft diese Entwicklung noch, da sich die Anforderungen an die Mitarbeiter künftig erheblich verschieben dürften.“

Starke Arbeitskräftenachfrage macht qualifizierte Zuwanderung nötiger denn je.

Trotz der generell guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt können immer mehr Ausbildungsplätze in der Industrie nicht besetzt werden. Für die Betriebe wird dies zunehmend zu einem Problem, stellen die Arbeitgeberverbände der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie fest.

„Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen belegen schon vor der Frühjahrsbelebung, dass sich der Fachkräftemangel immer weiter verschärft“, kommentiert Dr. Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland.

Die Arbeitslosigkeit ist zu Jahresbeginn im Vergleich zum Dezember 2017 saisongemäß angestiegen, in einigen norddeutschen Ländern sogar deutlich. Gleichzeitig ist auch die Zahl der unbesetzten Stellen im Vergleich zum Januar des Vorjahres gewachsen.  

Die Arbeitgeber der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie haben mit der IG Metall am Donnerstag in Hamburg über Schichtzulagen und den Umgang mit Wasch- und Umkleidezeiten verhandelt.Diese Themen sind im Norden bisher teilweise anders als in anderen Tarifgebieten geregelt.